3D-Drucker, Gravurmaschinen oder Textildruckereien arbeiten nicht mit gewöhnlichen Bilddateien. Sie benötigen sogenannte Vektorgrafiken, um präzise und sauber produzieren zu können. Auch wenn ein Logo stark vergrößert werden soll – etwa für eine LKW-Plane, ein großes Banner oder ein Plakat – erzielen Sie nur mit einer vektorisierten Datei ein wirklich hochwertiges Ergebnis.

Doch was bedeutet das genau?

Im Gegensatz zu einem Pixelbild (zum Beispiel einem Foto), das aus vielen kleinen Bildpunkten (Pixeln) besteht, basiert eine Vektorgrafik auf mathematisch berechneten Linien. Man kann sich das wie im Geometrieunterricht vorstellen: Punkte werden im Raum gesetzt und miteinander verbunden. Diese Verbindungen nennt man Vektoren. Zusammen bilden sie Formen – zum Beispiel ein Logo, eine Schrift oder ein Symbol.

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Beschreibung Pixel Versus Vektor.inddc

Der entscheidende Vorteil: Die Grafik bleibt in jeder Größe gestochen scharf, egal wie hoch man sie skaliert.

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Wird sie vergrößert, werden die Positionen der Punkte und ihre Entfernung zueinander im Hintergrund neu berechnet und die Linien dazwischen exakt neu gezogen. Es entstehen keine unscharfen Kanten oder „Treppeneffekte“, wie man sie von vergrößerten Pixelbildern kennt. Und genau diese klaren, sauberen Linien benötigen viele Maschinen, um exakt schneiden, drucken oder gravieren zu können. Mit reinen Pixelbildern können diese Geräte nicht arbeiten – sie brauchen präzise definierte Konturen.

Was passiert bei Pixelbildern?

Eine scharfe Kante fehlt bei Pixelbildern. Sie bestehen aus einzelnen „Würfelchen“, die aus der Entfernung gesehen ein Bild ergeben. Jedes Pixel hat eine Farbe und eine feste Größe, die sich nicht verändert.

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Skaliert man ein solches Bild, also vergrößert es in einem Pixelprogramm, entstehen zwischen den einzelnen Pixeln Lücken. Damit diese nicht weiß bleiben, berechnen Bildbearbeitungsprogramme, wie in etwa die Lücken farblich gefüllt werden müssten. Das funktioniert halbwegs, führt aber dazu, dass das Bild unscharf wird und sogenannte Fraktale entstehen, Cluster von Farbflächen, die das Bild später fleckig aussehen lassen.

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Fazit für die perfekte Gestaltung:

Verwendet man Pixelbilder für den Einsatz auf großen Flächen, sollte man versuchen, nach Möglichkeit ein hochaufgelöstes Original zu bekommen. Das bedeutet, dass das Bild bereits mit einer maximalen Anzahl an Pixeln aufgenommen worden ist. Für Großflächenplakate, Banner, oder noch größere Verwendung sollte das Foto nicht stark vergrößert werden müssen, sondern bereits mit der nötigen Anzahl von Pixeln daher kommen.

Lässt sich etwas in Form von Vektoren darstellen, wie beispielsweise Logos oder einfachere Formen, empfiehlt sich die Vektorgrafik. Auch hierfür kommt man im Idealfall an das Original, das in einem entsprechenden Vektor-Programm erstellt wurde. Die Umwandlung von einer Pixel- in eine Vektorgrafik ist zwar möglich, aber meistens mit Nacharbeit verbunden, die Zeit und Geld kostet.

Ein Wort zur Dateigröße

Punkte und verbindende Vektoren verursachen kaum Datenmengen. Pixelgrafiken dagegen benötigen, je höher sie aufgelöst sind, umso mehr Datenkapazität. Anhand der Datei lässt sich deshalb oft schon erahnen, um was es sich handelt. Hat das schlichte Logo im Firmenarchiv eine Größe von zweistelligen Megabyte, ist davon auszugehen, dass es sich um eine Pixelgrafik handelt, auch wenn sie als PDF vorliegt.

Haben Sie noch Fragen dazu? Dann schreiben Sie mir gerne eine Mail.

Ihre

Barbara Bausch Blue Cmyk