Wann immer ein Bild im Druck die Papierfläche vollends verdecken soll, braucht es einen Anschnitt-, auch Beschnittrand oder Beschnittzugabe.

Was bedeutet das?

Ein Beschnittrand ist sozusagen ein Sicherheitsrand, eine Zugabe von Bildmaterial. Da Drucksachen immer auf Papierbögen gedruckt werden, die größer sind als das eigentliche Dokument, muss der Rest später in einer Schneidemaschine entfernt werden. Dabei werden große Stapel an Papier eingelegt und geschnitten.

(Zum Vergrößern auf das jeweilige Bild klicken.)

Beispiel Mit Anschnitt

Nun kann es passieren, dass der Stapel unter dem Messer ein wenig verrutscht. An dieser Stelle kommt die Beschnittzugabe ins Spiel: Rutscht das Papier unter dem Messer auch nur einen halben Millimeter zur Seite, sollte an der Stelle Bildmaterial übrig sein, sodass man die Abweichung nicht sehen kann.

In der Praxis sieht das folgendermaßen aus:

Das Bild ragt beim Einfügen in das Dokument um mindestens 3 mm über den Dokumentrand hinaus. Diese 3 mm wird man später nicht mehr sehen.

Beispiel Anschnitt.inddc

Folglich sollten wichtige Elemente weit genug vom Bildrand entfernt sein, sodass sie nicht aus dem sichtbaren Bereich verschwinden, wenn ein Beschnittrand angelegt wird. Dieser Rand wird nach dem Druck abgeschnitten. Der Rest sieht so aus:

Beispiel Anschnitt.inddc

Das Ergebnis ist ein sauber bis zum Rand reichendes Bild.

Beispiel Anschnitt.inddc

Legt man dagegen keinen Beschnitt an, sondern schiebt ein Bild lediglich gerade so bis an den Rand des Dokuments, kann es später – wie oben beschrieben – passieren, dass einzelne oder mehrere Blätter des gedruckten Dokuments im Stapel unter der Schneidemaschine verrutschen und das Messer in die Leere schneidet. Das Ergebnis sind weiße Ränder, die man nicht wollte:

Beispiel Anschnitt.inddc

Haben Sie noch Fragen dazu? Dann schreiben Sie mir gerne eine Mail.

Ihre

Barbara Bausch Blue Cmyk

Vorschaubild Anschnitt